Freitag, 18. Mai 2012

Bootloader mit externem ISP brennen

Im letzten Grundlagen-Artikel ging es um den Arduino-Bootloader als Bestandteil der Arduino-Plattform. Nur wie kommt der jetzt auf einen Mikrocontroller?
Zu diesem Zweck habe ich mir einen sogenannten ISP (In-System-Programmer) gekauft:

Diamex-ISP auf reichelt.de

Angeschlossen wird er über USB, eine entsprechende Treiberinstallation ist nötig. Die Verbindung zum µC wird über ein 6adriges Flachbandkabel mit einem Anschluss mit 2x3 Pins hergestellt, die Arduino-Boards haben eine Steckerleiste für diese Verbindung aufgelötet. Hardwareseitig war es das auch fast schon. Bei meinem ISP musste ich noch die Stellung der Mikroschalter anpassen: Schalter 1 auf On für die Spannungsversorgung des zu programmierenden µC, Schalter 2 auf On um die Spannung auf 5V einzustellen (S2 Off würde eine Versorgung mit 3,3 V bewirken).

Kommen wir nun zur Software, ursprünglich bietet die Arduino-IDE nämlich nur einige begrenzte Möglichkeiten an, um einen Bootloader zu brennen. Diese Möglichkeit werden wir nun erweitern. Das geht durch die Ergänzung einer bestehenden Textdatei recht einfach. Die Datei programmers.txt befindet sich im Verzeichnis hardware\arduino, diese ergänzt man einfach durch diese 3 Zeilen:

diamexavr.name=DIAMEX-AVR
diamexavr.communication=serial
diamexavr.protocol=stk500v2


Beim nächsten Start der IDE finden wir unter Tools-Programmer den Eintrag DIAMEX-AVR. Den können wir nun anwählen, den entsprechenden Com-Port unseres Programmers einstellen, den Bootloader über den Eintrag im Boards-Unterpunkt wählen und endlich: "Burn Bootloader" drücken.

Nach wenigen Sekunden ist der Bootloader gespeichert - und wir sind damit am Ende unseres Beitrages. ;)

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